{"id":4288,"date":"2024-11-26T18:37:55","date_gmt":"2024-11-26T17:37:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gastonternes.eu\/?p=4288"},"modified":"2025-02-10T08:51:32","modified_gmt":"2025-02-10T07:51:32","slug":"carte-blanche-rtl-_-25-novembre-2024_-noir-ou-blanc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gastonternes.eu\/de\/carte-blanche-rtl-_-25-novembre-2024_-noir-ou-blanc\/","title":{"rendered":"Schwarz oder wei\u00df!\nDie Petition 3176, die am 4. November im Parlament eingebracht wurde, erhielt 4775 Unterschriften: Sie zielt darauf ab, Smartphones generell auf dem Schulgel\u00e4nde zu verbieten. Petitionen liegen im Trend. Dazu eine Carte Blanche von Gaston Ternes. \n\nPetitionen sind an sich positiv: Sie geben dem engagierten B\u00fcrger die M\u00f6glichkeit, seine Meinung \u00f6ffentlich zu \u00e4u\u00dfern, und zwar im Parlament, dem Gremium der gew\u00e4hlten Vertreter, die f\u00fcr uns in unserer parlamentarischen Demokratie entscheiden.\n\nEine Frage geht mir durch den Kopf: Gibt es immer nur Schwarz oder Wei\u00df, ohne Zwischent\u00f6ne? Die aktuelle Diskussion um das generelle Handyverbot in Schulen bringt mich zum Nachdenken: Reicht es, im Hinblick auf \u201eBildung\u201c mit \u201egut\u201c oder \u201eschlecht\u201c zu antworten? Es macht keinen Sinn, Mobiltelefone g\u00e4nzlich zu verbieten. Ebenso macht es keinen Sinn, das Handy st\u00e4ndig und \u00fcberall zu erlauben! Das Thema passt einfach nicht in ein bin\u00e4res System, entweder eine Null oder eine Eins. \u201eMedien m\u00fcssen gelehrt und nicht d\u00e4monisiert werden\u201c, brachte es k\u00fcrzlich der Psychiater Serge Tisseron auf den Punkt. Medien brauchen Regeln, die sowohl in der Familie als auch in der Schule trainiert werden m\u00fcssen.\n\nBetreffend Fragen zur Schule, geht es zuletzt fast immer nur um \u201egut oder schlecht\u201c: internationale oder luxemburgische Schulen zum Beispiel, ohne die Gelegenheit zu nutzen, sich systematisch \u00fcber \u201eBest Practices\u201c auszutauschen! \n\nHeutzutage kann jeder direkt kommunizieren, oft nur mit einem \u201eDaumen hoch\u201c oder einem \u201eDaumen runter\u201c oder sogar einem Emoji, um ein Gef\u00fchl schnell auszudr\u00fccken. Die Nuancen bleiben auf der Strecke. Die Komplexit\u00e4t der Frage wird \u00fcbersehen. Keine Suche nach einem Kompromiss. Warum dieser Trend in unserer Zeit...? \n\nEin Grund sind sicherlich die Filterblasen, die sowohl in Internet-Suchmaschinen als auch in sozialen Medien allgegenw\u00e4rtig sind. Unsere Nachrichten werden gefiltert. Sie sind auf unser Profil zugeschnitten. Wir sehen nur einseitige Kommentare und Informationen, die genau unseren Interessen entsprechen; die Kehrseite spielt der Algorithmus uns nicht zu.\n\nWenn Sie nur mit Ihrer eigenen Meinung konfrontiert werden, immer nur best\u00e4tigt werden, dann leben Sie in einer komfortablen Meinungsblase. Der amerikanische Aktivist Eli Pariser hatte uns bereits 2011 in seinem Buch \u201eThe Filter Bubble: What the Internet is hiding from you\u201c gewarnt. \n\nMeine erste Frage wirft neue Fragen auf: Tolerieren wir einfach, dass skrupellose Internet- und Social-Media-Big Player jegliche Meinungsvielfalt auf dem Altar ihres Profits opfern? W\u00e4re es nicht an der Zeit gegenzusteuern, sowohl durch eine konsequente Erkl\u00e4rung der Funktionsweise der Filterblasen als auch durch ein aktives Training des \u201eDebattierens\u201c, am"},"content":{"rendered":"<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-4288-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.gastonternes.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/2024-11-25-Carte-blanche-1.mp3?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/www.gastonternes.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/2024-11-25-Carte-blanche-1.mp3\">http:\/\/www.gastonternes.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/2024-11-25-Carte-blanche-1.mp3<\/a><\/audio>\n<h1>Schwarz oder weiss<\/h1>\n<p><em>Die Petition 3176, die am 4. November im Parlament eingebracht wurde, erhielt 4775 Unterschriften: Sie zielt darauf ab, Smartphones generell auf dem Schulgel\u00e4nde zu verbieten. Petitionen liegen im Trend. Dazu eine Carte Blanche von Gaston Ternes. <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Les p\u00e9titions sont positives en soi : elles donnent au citoyen engag\u00e9 la possibilit\u00e9 d&rsquo;exprimer publiquement son opinion, et ceci au Parlement, l&rsquo;institution des repr\u00e9sentants \u00e9lus qui d\u00e9cident pour nous dans notre d\u00e9mocratie parlementaire.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Frage geht mir durch den Kopf: Gibt es immer nur Schwarz oder Wei\u00df, ohne Zwischent\u00f6ne? Die aktuelle Diskussion um das generelle Handyverbot in Schulen bringt mich zum Nachdenken: Reicht es, im Hinblick auf \u201eBildung\u201c mit \u201egut\u201c oder \u201eschlecht\u201c zu antworten? Es macht keinen Sinn, Mobiltelefone g\u00e4nzlich zu verbieten. Ebenso macht es keinen Sinn, das Handy st\u00e4ndig und \u00fcberall zu erlauben! Das Thema passt einfach nicht in ein bin\u00e4res System, entweder eine Null oder eine Eins. \u201eMedien m\u00fcssen gelehrt und nicht d\u00e4monisiert werden\u201c, brachte es k\u00fcrzlich der Psychiater Serge Tisseron auf den Punkt. Medien brauchen Regeln, die sowohl in der Familie als auch in der Schule trainiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Betreffend Fragen zur Schule, geht es zuletzt fast immer nur um \u201egut oder schlecht\u201c: internationale oder luxemburgische Schulen zum Beispiel, ohne die Gelegenheit zu nutzen, sich systematisch \u00fcber \u201eBest Practices\u201c auszutauschen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heutzutage kann jeder direkt kommunizieren, oft nur mit einem \u201eDaumen hoch\u201c oder einem \u201eDaumen runter\u201c oder sogar einem Emoji, um ein Gef\u00fchl schnell auszudr\u00fccken. Die Nuancen bleiben auf der Strecke. Die Komplexit\u00e4t der Frage wird \u00fcbersehen. Keine Suche nach einem Kompromiss. Warum dieser Trend in unserer Zeit...?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Grund sind sicherlich die Filterblasen, die sowohl in Internet-Suchmaschinen als auch in sozialen Medien allgegenw\u00e4rtig sind. Unsere Nachrichten werden gefiltert. Sie sind auf unser Profil zugeschnitten. Wir sehen nur einseitige Kommentare und Informationen, die genau unseren Interessen entsprechen; die Kehrseite spielt der Algorithmus uns nicht zu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn Sie nur mit Ihrer eigenen Meinung konfrontiert werden, immer nur best\u00e4tigt werden, dann leben Sie in einer komfortablen Meinungsblase. Der amerikanische Aktivist Eli Pariser hatte uns bereits 2011 in seinem Buch \u201eThe Filter Bubble: What the Internet is hiding from you\u201c gewarnt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meine erste Frage wirft neue Fragen auf: Tolerieren wir einfach, dass skrupellose Internet- und Social-Media-Big Player jegliche Meinungsvielfalt auf dem Altar ihres Profits opfern? W\u00e4re es nicht an der Zeit gegenzusteuern, sowohl durch eine konsequente Erkl\u00e4rung der Funktionsweise der Filterblasen als auch durch ein aktives Training des \u201eDebattierens\u201c, am besten im selben realen Raum?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noir ou blanc ! La p\u00e9tition 3176, d\u00e9pos\u00e9e le 4 novembre au Parlement, a recueilli 4775 signatures : elle vise \u00e0 interdire les smartphones de mani\u00e8re g\u00e9n\u00e9rale dans l&rsquo;enceinte des \u00e9coles. Les p\u00e9titions sont \u00e0 la mode. A ce sujet, une carte blanche de Gaston Ternes. &nbsp; Les p\u00e9titions sont&#8230;<\/p>","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[34,42,1],"tags":[],"class_list":["post-4288","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-articles","category-eduquer","category-non-classe"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gastonternes.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4288","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gastonternes.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gastonternes.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gastonternes.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gastonternes.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4288"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.gastonternes.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4288\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5100,"href":"https:\/\/www.gastonternes.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4288\/revisions\/5100"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gastonternes.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4288"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gastonternes.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4288"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gastonternes.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4288"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}